Geldwäscheprävention

Steuer-Checkliste für Ihre Steuererklärung beim Steuerberater

Steuer Checkliste für Mandanten welche Unterlagen und Belege Ihr Steuerberater für eine vollständige Einkommensteuererklärung wirklich benötigt. Klar strukturiert nach Themenbereichen damit Sie optimal vorbereitet in den Termin gehen.

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Steuer-Checkliste für Ihre Steuererklärung beim Steuerberater
10:58

Eine gut vorbereitete Steuererklärung spart Zeit, Geld und Nerven. Diese Checkliste wurde entwickelt, um Ihnen die Zusammenstellung aller relevanten Unterlagen für Ihren Termin beim Steuerberater so einfach wie möglich zu machen. Sie führt Sie systematisch durch sämtliche Themenbereiche, die für die Einkommensteuererklärung von Bedeutung sein können, und stellt sicher, dass Sie nichts Wesentliches vergessen. 

Der zentrale Vorteil dieser strukturierten Vorgehensweise liegt darin, dass Sie Ihren Beratungstermin optimal nutzen können: Anstatt wertvolle Zeit mit dem Suchen fehlender Belege zu verbringen, kann sich Ihre Kanzlei unmittelbar auf die inhaltliche Bearbeitung Ihres Falles konzentrieren. Vollständige Unterlagen ermöglichen eine präzise Berechnung Ihrer Steuerlast und helfen dabei, alle zulässigen Abzugsmöglichkeiten auszuschöpfen. Häufig führt eine sorgfältige Vorbereitung zu einer spürbar niedrigeren Steuerlast, weil abzugsfähige Positionen nicht übersehen werden. 

Die Checkliste ist in thematische Abschnitte gegliedert, die jeweils einen bestimmten Bereich der Einkommensteuererklärung abdecken. Nicht jeder Abschnitt wird für jede Person relevant sein; konzentrieren Sie sich auf die Punkte, die Ihrer persönlichen Situation entsprechen. Bei Fragen zu einzelnen Positionen steht Ihnen Ihr Steuerberater gerne zur Verfügung. 

Stammdaten & Vorjahresunterlagen 

Am Anfang jeder Steuererklärung stehen Ihre persönlichen Grunddaten und die Unterlagen aus dem Vorjahr, die als Ausgangspunkt für die aktuelle Bearbeitung dienen. 

Sinn & Zweck: Damit Ihre Kanzlei Ihren Fall eindeutig zuordnen und Vorjahreswerte sauber übernehmen kann, bringen Sie Ident- und Basisdaten vollständig mit – insbesondere Nummern/Bescheide im Original oder als klare Kopie. 

 Personalausweis/Reisepass (bei Ehegatten für beide) 

 Steuernummer & Steuer-Identifikationsnummer 

 Einkommensteuerbescheid des Vorjahres bzw. ggf. Vorauszahlungsbescheid 

 (Optional) Kontoauszüge des betreffenden Jahres, wenn zur Klärung nötig 

Einkünfte & Leistungsbescheinigungen 

Ihre Einnahmen bilden den Kern der Steuererklärung und umfassen weit mehr als nur Ihr Gehalt: von Kapitalerträgen über Renten bis hin zu staatlichen Ersatzleistungen muss das Finanzamt ein vollständiges Bild Ihrer wirtschaftlichen Situation erhalten. 

Sinn & Zweck: Hieraus ergeben sich die steuerpflichtigen Einnahmen und Progressionsvorbehalte – achten Sie darauf, dass alle Einkunftsarten und Ersatzleistungen des Jahres abgedeckt sind (auch Kapital/ausländisch). 

 Elektronische Lohnsteuerbescheinigung(en) 

 Abfindung inkl. Vereinbarung/Auflösungsvertrag 

 Bescheinigungen zu Lohnersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Übergangsgeld, Insolvenzausfallgeld) 

 Rentenunterlagen (z. B. Alters-/Erwerbsunfähigkeits-/Witwen-/Betriebs-/Privatrenten; Anpassungs-/Bezugsmitteilungen) 

 Kapitaleinkünfte: Steuerbescheinigungen/Erträgnisaufstellungen (inkl. Investmentfonds, ausländische Depots, Vorabpauschale) 

 Ausländische/sonstige Einkünfte (z. B. Vermietung, Kapital, Kryptowährung) 

 Unterhalt/Versorgungsausgleich (z. B. Realsplitting/Anlage U; Zahlungen/Empfang) inkl. Steuer-ID der beteiligten Person(en) 

 (Falls vorhanden) Notarvertrag mit vereinbarter Kaufpreisrente 

Vermietung & Verpachtung (falls relevant) 

Wer Immobilien vermietet, kann zahlreiche Kosten steuerlich geltend machen, muss aber zugleich die Mieteinnahmen vollständig angeben; eine saubere Dokumentation je Objekt ist hier der Schlüssel zu einer effizienten Bearbeitung. 

Sinn & Zweck: Damit Einnahmen/Ausgaben der Immobilie korrekt zugeordnet werden, sollten Sie Mietunterlagen, Zahlungsnachweise und alle Objekt-Kosten chronologisch und objektbezogen (je Wohnung/Objekt getrennt) sortieren. 

 Mieteinnahmen: Mietvertrag + Nachweise Zahlungseingang 

 Nebenkosten/Verwaltung: Nebenkostenabrechnung an Mieter, Hausverwaltung/WEG-Unterlagen 

 Darlehen/Zinsen: Zinsbescheinigungen/Darlehenszinsen 

 Erhaltungsaufwendungen & laufende Objekt-Kosten (z. B. Grundsteuer, Wasser/Abwasser/Strom, Müll, Heizung/Wartung/Brennmaterial) 

 Kauf/Herstellung: Kaufvertrag, Baubeginn/Fertigstellung, Notar, Makler, Grunderwerbsteuer 

 Bau-/Reparaturrechnungen 

 Sonderfälle: Sonderabschreibung § 7b / Baudenkmal (wenn einschlägig) 

Werbungskosten & berufliche Aufwendungen 

Beruflich bedingte Ausgaben können Ihre Steuerlast erheblich senken, denn sie werden direkt von Ihren Einkünften abgezogen; je vollständiger Ihre Belege, desto mehr können Sie geltend machen. 

Sinn & Zweck: Diese Belege mindern Ihre Steuerlast – achten Sie darauf, dass Sie Nachweise + Eckdaten (km, Tage, Erstattungen/Zuschüsse) vollständig liefern, damit nichts geschätzt werden muss. 

 Fahrten Wohnung–Arbeitsstätte: Entfernungskilometer, Anzahl Fahrten, Jobticket/Sammelbeförderung; bei hoher Fahrleistung ggf. TÜV/ASU/Inspektions-km 

 Firmenwagen: Fahrtenbuch (falls vorhanden) + Zuzahlungen (z. B. Treibstoff) 

 Unfallkosten-Pkw (falls angefallen) 

 Gewerkschafts-/Berufsverbandsbeiträge 

 Arbeitsmittel (z. B. Computer/Werkzeug/Berufskleidung/Fachliteratur) 

 Arbeitszimmer oder Homeoffice-Pauschale; Telefon-/Internetkosten 

 Fortbildungen/Studienkosten (abzgl. direkt zuordenbarer Zuschüsse, z. B. BAföG) 

 Bewerbungskosten 

 Umzugskosten bei beruflicher Veranlassung (abzgl. steuerfreier Ersatz) 

 Auswärtstätigkeit: Fahrt-/Unterkunft/Verpflegung, Erstattungen, Mahlzeitengestellung; Berufskraftfahrer: Übernachtungen 

 Doppelte Haushaltsführung: Mietvertrag Zweitwohnung, Nebenkosten, Zahlungsnachweise, Zweitwohnungssteuer (falls zutreffend) 

 Steuerberatungskosten (z. B. Mitgliedsbeitrag Lohnsteuerhilfeverein) 

 Unfall-/Berufsrechtsschutzversicherung, Winterbeschäftigungsumlage (falls vorhanden) 

Sonderausgaben & Vorsorgeaufwendungen 

Beiträge zur Altersvorsorge, Krankenversicherung und viele weitere private Aufwendungen sind steuerlich begünstigt und werden in diesem Abschnitt erfasst, damit Sie die Ihnen zustehenden Abzüge nicht verschenken. 

Sinn & Zweck: Sonderausgaben wirken oft «automatisch», aber nur, wenn die Bescheinigungen vorliegen – achten Sie auf vollständige Jahresbescheinigungen und ggf. Beitragsnachweise für Dritte (unterhaltene Personen). 

 Versicherungsbeiträge/Vorsorge (z. B. Kranken-/Pflege, Haftpflicht, Kfz, Lebens-/Renten, Erwerbs-/Berufsunfähigkeit) 

 Riester- und Rürup/Basisrente-Bescheinigungen 

 Einzahlungen in gesetzliche Rentenkassen (in-/ausländisch), ggf. Minijob-Rentenbeiträge 

 Spenden/Zuwendungen 

 Kirchensteuererstattung/-nachzahlung (falls vorhanden) 

Außergewöhnliche Belastungen 

Besondere Lebensumstände wie Krankheit, Pflege oder Behinderung können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, die der Gesetzgeber durch entsprechende Steuererleichterungen abfedern möchte. 

Sinn & Zweck: Diese Positionen sind häufig nachweis- und erklärungsintensiv – achten Sie auf Rechnungen + Zahlungsnachweise sowie Zusatzunterlagen (z. B. Pflegegrad, Atteste, Erstattungen). 

 Krankheitskosten (Medikamente, Arzt/Zahnarzt, Brille, Krankenhaus, Kur, Heilpraktiker) inkl. Abrechnungen/Erstattungen 

 Fahrtkosten zu Ärzten (Anzahl & km) 

 Pflege-/Betreuungsaufwendungen inkl. Zuschüsse/Pflegegeld; Nachweis Pflegegrad (ggf. Merkzeichen „H“) 

 Behinderung: Behindertenausweis/Bescheinigung/Rentenbescheid Unfallrente 

 Beerdigungskosten (ggf. Nachweis Vermögen des Verstorbenen) / existenzielle Gerichtsverfahren 

 Unterhaltsleistungen an Angehörige/Partner etc. inkl. Nachweise, Einkünfte/Bezüge/Vermögen der unterstützten Person, Steuer-ID 

 Heimkosten / Kosten für Haushaltshilfe (falls einschlägig) 

Kinder & Ausbildung (falls relevant) 

Familien mit Kindern profitieren von zahlreichen steuerlichen Vergünstigungen, die von Kinderfreibeträgen über Betreuungskosten bis hin zu Ausbildungsfreibeträgen reichen und Ihre finanzielle Belastung spürbar reduzieren können. 

Sinn & Zweck: Damit Kinderfreibeträge/Betreuung/Ausbildung korrekt berücksichtigt werden, achten Sie auf Steuer-IDs, Verträge und Zahlungsnachweise – und auf Besonderheiten (Alleinerziehend, auswärtige Unterbringung). 

 Steuer-Identifikationsnummer des Kindes (falls vorhanden) 

 Betreuungskosten (bis 14 J.): Vertrag/Rechnung/Zahlungsnachweise (z. B. Kita/Hort/Babysitter/Tagesmutter) 

 Ausbildung/Studium/Schule (über 18 J.): Ausbildungsvertrag, Immatrikulations-/Studien-/Schulbescheinigung; ggf. Ausbildungsfreibetrag bei auswärtiger Unterbringung 

 Schulgeld (begünstigte/Privat-Schulen etc.) 

 Kindergeld-Bescheide (z. B. Aufhebungsbescheide), ggf. Halbwaisenrente 

 Falls Kind gearbeitet hat: Lohnsteuerbescheinigung(en); KV/PV-Beiträge (auch bei privat versicherten Kindern) 

 Nachweis für Alleinerziehende (falls zutreffend) 

Haushalt, Handwerk & energetische Maßnahmen 

Handwerkerleistungen, haushaltsnahe Dienstleistungen und Investitionen in die Energieeffizienz Ihres Eigenheims werden steuerlich besonders gefördert und können Ihre Steuerschuld direkt mindern. 

Sinn & Zweck: Diese Aufwendungen führen oft zu direkten Steuerermäßigungen – achten Sie darauf, dass Rechnungen korrekt ausgestellt sind und Zahlungsnachweise vorliegen; bei energetischer Sanierung zusätzlich die erforderliche Fach-Bescheinigung. 

 Handwerkerleistungen (Rechnung; i. d. R. nur Arbeitslohn relevant) + Zahlungsnachweis 

 Haushaltsnahe Dienstleistungen (z. B. Gartenarbeiten, Haushaltshilfe, Pflegedienst; auch Speditionskosten bei privatem Umzug) + Zahlungsnachweis 

 Nebenkostenabrechnungen (z. B. Hausmeister/Kaminkehrer) 

 Energetische Sanierung Eigenheim (älter als 10 Jahre): Rechnungen + Bescheinigung Fachunternehmen/Energieberater 

Sonstiges (falls relevant) 

Abschließend gibt es einige weniger bekannte Positionen, die leicht übersehen werden, aber dennoch steuerliche Vorteile bieten können. 

Sinn & Zweck: Diese Nachweise werden oft vergessen – achten Sie darauf, sie als Ergänzung beizulegen, wenn Sie entsprechende Verträge/Produkte genutzt haben. 

 Bescheinigung über elektronisch übermittelte vermögenswirksame Leistungen 

 Antrag Wohnungsbauprämie (falls zutreffend) 

Praktischer Abschluss-Check (damit es wirklich «ein Termin» bleibt) 

Bevor Sie Ihre Unterlagen zusammenpacken, prüfen Sie mit diesem kurzen Check noch einmal, ob alle Dokumente vollständig, gut sortiert und nachvollziehbar sind. 

  • Zahlungsnachweis: In den Vorlagen wird als Zahlungsnachweis ausdrücklich Buchungsbestätigung der Bank oder Kontoauszug genannt. 
  • Sortierung: Pro Abschnitt eine Mappe/Datei (oder digital ein Ordner) – bei Vermietung zusätzlich je Objekt getrennt. 
  • Nur Zutreffendes: Nehmen Sie alles mit, was auf Ihre Situation passt; nicht jede Position betrifft jede Person. 

Checkliste jetzt herunterladen und nichts Wichtiges vergessen.

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